Zamorak, der Gott des Feuers und des Chaos. Zamorak verkörpert Wandel, Revolution und Emanzipation. Seine Anhänger, streben danach die Gesellschaft zu verändern und alte Machtstrukturen zu zerbrechen. Unsicherheit, Konflikte und Notlagen von ihm erwünscht, das sie dazu dienen, an ihnen zu wachsen und sich selbst zu verbessern.
Edikte:
Verbesserung, Wandel, Ketten und Schranken zerstören
Anathema:
Sich unterwerfen lassen, Beständigkeit und Routine
Zamorak ist keine Gestalt mit Thron und Dogma, sondern eine Kraft des Bruchs.
Er steht für Macht durch Wandel, für Freiheit durch Widerstand und für Selbstverwirklichung durch das bewusste Überschreiten von Grenzen. Wo Ordnung erstarrt, wo Gesetze zu Ketten werden, dort flammt Zamorak auf unberechenbar, zerstörerisch und zugleich schöpferisch. Seine Gegenwart gleicht einem Feuer: formend, verzehrend, niemals kontrollierbar.
Verehrung findet Zamorak nicht in Kathedralen, sondern an Feuerschalen, improvisierten Schreinen, an Orten des Umsturzes und der Entscheidung. Es gibt keine Kirchenhierarchie, keine Weiheämter und keine ewigen Führer. Zamorakianische Gemeinschaften sind freiwillige, anarchische Zusammenschlüsse; Autorität entsteht allein durch Tatkraft und wird nur so lange geduldet, wie sie sich behaupten kann. Stillstand gilt als Schwäche, Routine als Verrat an seinen Prinzipien.
In der Gesellschaft ist Zamoraks Kult zutiefst umstritten. Vertriebene, Entrechtete, Sklaven und Unterdrückte sehen in ihm einen Befreier, eine Kraft, die bestehende Machtverhältnisse aufbricht. Herrscher, Priesterschaften und Gesetzeshüter hingegen betrachten Zamorak als Inbegriff des Chaos und der Zersetzung. Wo sein Einfluss wächst, geraten Ordnungen ins Wanken nicht aus Bosheit, sondern aus Notwendigkeit.
Wer Zamoraks Gunst sucht, muss handeln statt gehorchen. Gefordert sind Risikobereitschaft, Selbstverbesserung und der Wille, sich ständig neu zu erfinden. Starre Machtstrukturen sollen hinterfragt, untergraben und wenn möglich gestürzt werden. Verachtet werden hingegen blinder Gehorsam, starre Rituale, bequemes Verharren und das Festhalten an Tradition um ihrer selbst willen. Opfergaben bestehen weniger aus Gold und Weihrauch als aus Blut und Taten: dem Mut, Altes zu verbrennen, um Raum für Neues zu schaffen.
Zamorak belohnt jene, die den Wandel nicht fürchten und verschlingt jene, die versuchen, ihn zu stoppen.
Zamoraks Symbol sind rote Hörner, welche das aufwärtsstreben unter Widrigkeiten darstellen.
Zamorak kann für dich Effekte aus zwei Aspekten manifestieren:
Wähle zwei aus:
Feuer
Geist
Tod
Zusätzlich kannst du durch Zeremonie erhaltenen Fokus ausgeben, um folgende Zauber zu erhalten:
Untote Zerstören, Dämonen verbannen
Alle Kreaturen deiner Wahl in mittlerer Distanz zu dir, erhalten deinen Einfluss als strahlendem Schaden.
(strahlender Schaden beschädigt Untote, Dämonen, oder andere widernatürliche Kreaturen. Natürliche Kreaturen sind immun gegen strahlenden Schaden)
Segnen
Verteile pro 1 Einfluss 1 Intensität des Gesegnet Zustand auf Kreaturen, die du berührst.
Brennendes Blut
Dein Blut beginnt zu brennen, wenn es austritt. Du wirst erhitzt. Jedes mal wenn du LP schaden erhältst, oder dir selbst mindestens 1 LP schaden zufügst, nehmen alle Kreaturen in naher Reichweite von dir deinen Einfluss an Feuerschaden.
Unnatürliche Macht
Nimm 3 Fokus. Solange der Zauber anhält kannst du 1 Fokus ausgeben; nimm 1d8 Vorteil vorwärts. Wenn der Zauber endet, wirst du Verflucht 4 gesetzt.
Aderlass
Nimm 1 LP Schaden, nimm den Einfluss dieses Zaubers vorwärts auf deine nächste erfolgreiche Handlung.
Entflammen
Pro 3 Einfluss kannst du eine Waffe berühren. Alle berührten Waffen verursachen deinen Einfluss an Feuerschaden zusätzlich. Bei jeder ihrer Handlungen erleiden die Träger der Waffen 1 Feuerschaden pro 3 Einfluss.
"Ordnung? Eine Illusion. Sieh dich doch um – was siehst du? Zerfall. Chaos in jeder Ecke. Die Menschen klammern sich an Gesetze, Ehre, Pflichten – alles blosse Konstrukte, die sie davon ablenken sollen, wie die Welt wirklich ist. Sie werden dir von Idealen erzählen, von Moral und Werten, doch all das ist ein Schleier, der die Wahrheit verdeckt.
Die Wahrheit ist einfach: Die Starken tun, was sie wollen. Die Schwachen ertragen, was sie nicht verhindern können. Das ist die einzige Ordnung, die wirklich existiert. Alles andere ist Trug. Wandel ist das Einzige, was Bestand hat. Jede Konstante wird früher oder später von ihm hinweggefegt.
Betrachte den Wald. Alte Bäume brennen, um den Setzlingen Raum zu schaffen. In der Natur gibt es keinen Stillstand, nur Erneuerung durch Zerstörung. Genau das solltest du sein – das Feuer, das reinigt, das Veränderung erzwingt. Ein Katalysator des Wandels.
Die Menschen fürchten das Feuer, sie fürchten den Tod, weil er sie an die Unbeständigkeit ihrer Existenz erinnert. Sie klammern sich an die Illusion der Sicherheit, an die Lüge, dass es etwas gibt, das bleibt. Doch was ist gut, was ist böse? Nichts als leere Begriffe, Erfindungen der Schwachen, die verzweifelt nach einem Sinn im Chaos suchten. Aber sie irrten. Es gibt keinen Sinn, nur Macht.
Macht, die Dinge zu verändern – Macht, dich selbst zu verändern. Du kannst dich der Macht stellen und sie annehmen. Oder du wirst von denen beherrscht, die es tun. Der Status Quo, die angebliche Stabilität, sie sind die grössten Lügen. Lass dich nicht von ihnen betäuben. Konstanz macht dich schwach. Am Ende verrät sie dich."
Mischkal von Dorn - Schreiber der Dagon-Hai